Wissen 15. September 2025 6 Min.

    Warum feiern wir Halloween?

    Halloween ist heute ein Fest mit Verkleidungen, Kürbislaternen und Süßigkeiten. Doch warum feiern wir es eigentlich am 31. Oktober? Die Antwort liegt in einer Mischung aus alten europäischen Bräuchen, christlichen Festtagen und modernem Brauchtum aus den USA.

    Der Vorabend von Allerheiligen

    Der Begriff „Halloween“ stammt vom englischen „All Hallows’ Eve“ – also dem Vorabend von Allerheiligen. Allerheiligen ist seit dem 9. Jahrhundert ein christlicher Festtag, der am 1. November begangen wird.

    Damit ist Halloween in seinem Kern ein Datum, das eng mit dem christlichen Kalender verbunden ist. Das gilt besonders für Länder wie Österreich, in denen Allerheiligen und Allerseelen seit Jahrhunderten gefeiert werden.

    Keltische Wurzeln: das Fest Samhain

    Lange vor der Christianisierung markierte das keltische Fest Samhain das Ende des Sommers und den Beginn der dunklen Jahreszeit. Die Menschen brachten ihr Vieh in den Stall, lagerten Vorräte ein und glaubten, dass an diesem Übergangstag die Grenze zwischen Lebenden und Verstorbenen besonders durchlässig sei.

    Aus diesen Ideen stammen viele Motive, die heute selbstverständlich zu Halloween gehören – etwa Lichter in der Dunkelheit, Erinnerung an Verstorbene oder symbolische Verkleidungen.

    Über Irland in die USA – und wieder zurück

    Im 19. Jahrhundert nahmen irische Auswanderer ihre Bräuche mit nach Nordamerika. Dort entwickelte sich Halloween zu einem populären Volksfest mit Kostümen, Umzügen und der Tradition „Trick or Treat“.

    Über Filme, Musik und Marketing kehrte das Fest in den 1990er-Jahren in moderner Form nach Europa zurück. In Österreich wird es heute vor allem von Kindern, Familien und Vereinen aufgegriffen – ergänzend zu den klassischen Bräuchen rund um Allerheiligen.

    Was bleibt vom alten Sinn?

    Trotz aller Kommerzialisierung steckt im Kern von Halloween bis heute ein altes Thema: der bewusste Übergang in die dunkle Jahreszeit, das Spiel mit der Angst und das Erinnern an jene, die nicht mehr da sind.

    Wer das im Hinterkopf behält, kann das Fest mit etwas mehr Tiefe feiern – ohne sich auf billige Plastikdeko reduzieren zu müssen.

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