Geschichte von Halloween – vom Samhain zum modernen Fest
Die Geschichte von Halloween reicht über zweitausend Jahre zurück. Das heutige Brauchtum ist das Ergebnis vieler Einflüsse – aus Irland, Schottland und später den USA.
Die Geschichte von Halloween reicht über zweitausend Jahre zurück. Das heutige Brauchtum ist das Ergebnis vieler Einflüsse – aus Irland, Schottland und später den USA.
Lange vor der Christianisierung feierten die Kelten in Irland, Schottland und Wales Samhain(gesprochen „Sa-uin“) – ein Fest am Übergang von Sommer zu Winter, etwa um den 1. November. Es markierte das Ende der Erntezeit, den Beginn der dunklen Jahreszeit und galt als Schwellenzeit, in der die Welt der Lebenden und der Verstorbenen besonders nah seien.
Typische Elemente waren Lagerfeuer, gemeinsame Mahlzeiten und Verkleidungen, die böse Geister abwehren sollten.
Im 8. Jahrhundert legte Papst Gregor III. Allerheiligen auf den 1. November. Dadurch bekam der Vorabend (englisch: Eve) eine eigene liturgische Bedeutung. Aus „All Hallows’ Eve“ wurde sprachlich verkürzt „Halloween“.
Im 19. Jahrhundert wanderten – getrieben durch die irische Hungersnot – Hunderttausende Iren und Schotten in die USA aus und brachten ihre Herbstbräuche mit. Die ausgehöhlte Rübe wurde dort durch den weit verbreiteten Kürbis ersetzt.
In den 1920er- und 1930er-Jahren entwickelte sich Halloween in den USA endgültig zum nachbarschaftlichen Volksfest. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich das heute bekannte „Trick or Treat“flächendeckend durch.
Ab den 1970er-Jahren wurde Halloween durch Hollywood-Filme, Süßwarenindustrie und Kostümhandel zu einem der wirtschaftlich bedeutendsten Festtage der USA. Über Filme und Serien gelangte das Fest in den 1990er-Jahren auch nach Europa – zunächst als Marketing-Trend, später als gelebte Familienpraxis.
In Österreich begann die breite Wahrnehmung Mitte der 1990er-Jahre. Anfangs gab es Skepsis gegenüber dem „Import-Fest“ – inzwischen hat sich Halloween in Schulen, Kindergärten und Vereinen als zusätzliches Herbstfest etabliert. Das traditionelle Allerheiligen-Brauchtum bleibt davon meist unberührt.